Katastrophenschutz

Ein Katastrophenfall ist ein Notstand, bei dem Leben, Gesundheit oder die lebenswichtige Versorgung einer Vielzahl von Personen oder erhebliche Sachwerte gefährdet oder wesentlich beeinträchtigt werden und zu dessen Abwehr oder Eindämmung der koordinierte Einsatz der verfügbaren Kräfte und Mittel unter einer gemeinsamen Leitung erforderlich ist, vgl. § 1 Abs. 2 KatSG-LSA.

Gesetzliche Grundlage dieser Aufgabenwahrnehmung ist das Katastrophenschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (KatSG-LSA). Demnach sind das Ministerium für Inneres und Sport oberste, das Landesverwaltungsamt obere und die Landkreise und kreisfreien Städte untere Katastrophenschutzbehörde(n), vgl. § 2 KatSG-LSA.

Als ein Beispiel für eine grundlegende Regelung sei der Runderlass des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt vom 24.01.2011– 14600-1-2011-02 (MBl. LSA S. 92) genannt, der die Grundsätze der Aufstellung und Gliederung der Einheiten des Katastrophenschutzes enthält.

Über dies nimmt der Referatsteil die Zuständigkeit für den länderübergreifenden Katastrophenschutz, die länderübergreifende Katastrophenhilfe, für die Zusammenarbeit mit anderen Ländern und dem Bund sowie die Mitwirkung im Rahmen der Internationalen Katastrophenhilfe wahr. Dabei arbeitet er eng mit den Landesverbänden der im Katastrophenschutz mitwirkenden privaten Organisationen (Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst) und mit dem Länderverband des Technischen Hilfswerkes für Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt zusammen.